Wie entsteht ein Buch?

Wenn ich ein Buch lese, frage ich mich oft, wie es entstanden ist. Was hat den Autor inspiriert? Von der Idee, ein Buch zu schreiben, bis zur Umsetzung ist es ein langer Weg. Welche Ereignisse haben dazu geführt, diesen zu gehen? Meistens fließen viele Stunden in ein Buch, bis es tatsächlich veröffentlicht werden kann. Was treibt den Autor an, seine Motivation nicht zu verlieren? Ein ebenso wichtiger Teil wie die Qualität und die Formatierung des Inhalts ist das Cover. Wie ist es entstanden? Nach rein rationalen Gesichtspunkten oder aus einer Eingebung heraus? Kurz gefragt: Wie entsteht ein Buch?

Mein erster Roman steht jetzt kurz vor der Veröffentlichung. Daher möchte ich mir der oben gestellten Fragen noch einmal bewusst werden und diese für den potenziellen Leser beantworten. Fangen wir mit dem Inhalt an.

Wie der Inhalt entstanden ist

Die Idee, ein Buch zu schreiben, faszinierte mich schon viele Jahre. Immer wieder habe ich Textpassagen, die mir meistens durch ein Ereignis ausgelöst eingefallen sind, niedergeschrieben. Fast immer handelte es sich dabei um eine Situation, die ich entweder soeben durchlebt hatte oder die mich irgendwie an etwas früher Erlebtes erinnerte. Früher in dem Sinn bedeutet in früheren Leben. Viele mögen daran nicht glauben. Auch ich konnte damit jahrelang nichts anfangen. Wenn jedoch ein Erlebnis, das offensichtlich in einer anderen Zeit passiert ist, so klar vor einem liegt, als wäre es gestern gewesen, dann regt dies einfach zum Nachdenken an.

Der eigentliche Startschuss für mein erstes Buch war eine Wanderung auf La Réunion. Diese Insel liegt als südlichster Teil der Europäischen Union gut versteckt im Indischen Ozean, etwa 200 Kilometer westlich von Mauritius. Sie verfügt über drei große erloschene Vulkankrater. Groß heißt in diesem Fall, dass mehrere Dörfer darin Platz haben. Die Wanderung dauerte zwei Tage und führte mich in den Cirque de Mafate. Staunend und mit offenem Mund wanderte ich zwei Tage durch Landschaften, die mir den Atem raubten. Dieses Erlebnis trägt das erste Kapitel des Buches. Mehr dazu gibt es auch in der Leseprobe hier.

Ab diesem Zeitpunkt sind alle Kapitel wie von selbst entstanden. Erkenntnisse, die für mich und meine Weiterentwicklung tief greifend waren, habe ich in eine Geschichte mit einem Erlebnis meiner Weltreise verpackt. Die Inhalte sind mir förmlich zugeflogen. Oft habe ich eine geschriebene Passage, die ich mir wenige Tage später durchlas, nicht wiedererkannt. Fast so, als hätte ich es nicht selbst geschrieben.

Wie das Cover entstanden ist

Ich hatte eine fixe Vorstellung davon, wie das Cover aussehen soll. Diese habe ich meiner lieben Freundin Kathrin, die unter anderem Künstlerin ist, gezeigt. Sie bot mir an, einen Vorschlag zu entwerfen. Ein paar Wochen später überreichte sie mir den ersten Entwurf für das Cover. Dieser sah ganz anders aus als in meiner Vorstellung. Kathrin hatte sich hierfür von ihrer Intuition leiten lassen. Ich habe das Bild vom ersten Augenblick an geliebt. Nach einigen Tagen Feinarbeit, lag dann das endgültige Cover vor mir. Völlig anders als erwartet… Jedoch erinnerte ich mich an ein Zitat aus meinem Buch: „Raum lassen, damit das passieren kann, was passieren soll“. Hierfür bin ich unendlich dankbar.

Die Schritte zur Veröffentlichung

Aus einer inneren Motivation heraus wurde mir irgendwann klar, dass ich das Buch gerne in einer ersten Auflage von 100 Stück drucken lassen möchte. Zu Weihnachten plante ich, Bücher an Freunde zu verschenken. So geschah es dann auch. Aufgrund der zahlreichen, natürlich voreingenommenen, aber trotzdem unerwartet positiven Rückmeldungen entstand im nächsten Schritt die Idee zur offiziellen Veröffentlichung. Nach langer Suche fand ich den für mich passenden Partner. tredititon.de bietet einen guten Mix aus Self-Publishing und den Vorteilen eines Verlages. Das erste Telefonat verlief überaus positiv, und mein Gefühl hatte sich hiermit bestätigt. Für einen qualitativ hochwertigen Roman darf das Lektorat natürlich nicht fehlen. Mit Diana Hochgräfe, die bereits selbst zwei Bücher bei tredition veröffentlicht hat, ist mir auch dafür die perfekte Partnerin in die Hände gefallen.

An diesem Punkt stehe ich jetzt. Kurz zusammengefasst ist einfach alles mit Leichtigkeit entstanden. Anders kann ich es kaum beschreiben. Warum und weshalb frage ich nicht. Der Grund ist für mich nicht wichtig. Es wird schon einen höheren Sinn dahinter geben. Ich bin einfach nur jeden Tag dankbar, wie sich alles entwickelt hat. (Davon handelt auch das letzte Kapitel im Buch – „Dankbarkeit“).

Wie es jetzt weitergeht

Das Buch wird im März 2019 in den Handel kommen. Ich vertraue darauf, dass das passieren wird, was passieren soll. Einstweilen schreibe ich den zweiten Band mit dem Untertitel „Liebe“, den ich noch dieses Jahr veröffentlichten werde. 

Hier ist noch ein kurzes Video von der Wanderung

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